Die Vogelguckerin in der MDR-Doku „Das Geheimnis der Vögel“

Zwar bin ich ein großer Fan von Naturdokus, aber ich hätte mir niemals träumen lassen, selbst mal Teil von einer zu sein. Und dann auch noch einer Doku über Vögel. Aber genau so ist es in den letzten Monaten gekommen: Ich bin jetzt die Moderation einer dreiteiligen Vogeldoku (also quasi wie Dirk Steffens, nur in der anderen Mediathek).

Im Mai haben wir mit den Dreharbeiten begonnen. Und du erinnerst dich: Es war ein verflixt kalter Mai in diesem Jahr, besonders morgens in den Vogelstunden. Aber der erste Drehtag war auch gleich der kälteste und es wurde immer wärmer und leichter und schöner. Ich traf super spannende Menschen, die sich ebenso für Vögel begeistern wie ich, und viele spannende Geschichten zu erzählen hatten. Wir erkundeten die Magie des Vogelgesangs (Teil 1), sprachen mit Forscher:innen, die den Geheimnissen von Vögeln auf der Spur sind (Teil 2) und entdeckten spannende Beispiele dafür, wie Vögel auf veränderte Umweltbedingungen reagieren (Teil 3).

Für den ersten Teils haben wir Menschen getroffen, die genauso begeistert sind wie ich, die sich aber nicht aufs Vogelgucken spezialisiert haben, sondern aufs Vogelhören. Gemeinsam mit ihnen gehen wir den Fragen nach: Warum singen Vögel eigentlich? Und was macht das mit uns Menschen? Der eigentliche Star der Folge ist aber – seien wir ehrlich! – die Nachtigall.

Klicke auf das Bild, um dir den ersten Teil direkt in der ARD-Mediathek anzusehen.

Dann durfte ich ins Epizentrum der Vogelforschung: ins Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen. Mit Drehgenehmigung spazierten wir da einfach so rum und konnten die Wissenschaftler:innen ausfragen. Über die Schlafforschung bei Graugänsen, das Fremdgehen der Meisen, die Kommunikation von Zebrafinken, die Fortpflanzung bei Kampfläufern und was das alles mit uns Menschen zu tun hat.

Klicke auf das Bild, um dir den zweiten Teil direkt in der ARD-Mediathek anzusehen.

Ich bin ja fest davon überzeugt, dass Vögel auch ein Entdeckergen haben. Was das für Auswirkungen auf ihre Lebensweise und vor allem ihre Lebensräume hat, das haben wir in Teil 3 erkundet. Wie reagieren Vögel auf Veränderungen und was können wir tun, um sie bei all den Herausforderungen zu unterstützen, die wir ihnen bereiten? Wenn es mehr von der Sorte dieser Protagonisten gäbe, müssten wir uns viel weniger Sorgen um Vögel machen.

Klicke auf das Bild, um dir den dritten Teil direkt in der ARD-Mediathek anzusehen.

Ganz nebenbei erfuhr ich in den letzten Monaten auch, wie so eine Doku überhaupt gemacht wird, wer alles dabei sein muss, was es zu beachten und so organisieren gibt und wie viel Arbeit da drinsteckt. Ich hatte das Glück mit absoluten Profis auf ihren Gebieten zu arbeiten, die mir geduldig meine naiven Fragen beantworteten und überhaupt super waren.

Den letzten Drehtag für die Doku hatte ich bei schönstem Sonnenschein und 26 Grad im Juli und danach ging es noch einmal ins Tonstudio, um die letzten Texte einzusprechen. Das hat auch einen riesen Spaß gemacht und gelernt habe ich ebenfalls viel dabei.

Rausgekommen bei all dem Spaß (und der Arbeit der anderen) ist eine dreiteilige Doku, die du dir ab sofort in der ARD-Mediathek anschauen und von der du allen deinen Freund:innen erzählen kannst. Und mir kannst du natürlich auch gerne erzählen, wie sie dir gefallen hat und was das Spannendste war, das du dabei erfahren hast.

Und jetzt: Viel Spaß mit dem Geheimnis der Vögel:

Bildnachweis:
Das Foto für das Coverbild stammt von Mike Brandin, InOneMedia. Die Screenshots sind aus den jeweiligen Teilen der Doku bzw. aus dem Trailer. Das Foto von mir mit Fernglas hat Fabian Brümmer gemacht und das von mir mit Frühstück Kerstin Mauersberger. Danke an euch! Alle Rechte vorbehalten.

aktualisiert:
3. Mai 2024

Silke Hartmann, die Vogelguckerin

Schon in ihrer Kindheit interessierte sich Silke Hartmann für Vögel. Allerdings kannte sie niemanden, die oder der ihr diese Wunderwelt hätte zeigen können. So hat sie sich im Laufe der Zeit selbst beigebracht, Vögel zu sehen. Je mehr sie beobachtete und aus Büchern lernte, desto mehr begeisterte sie sich für Vögel und ihre Superkräfte. Sie bemerkte aber auch, wie schwer es für viele Vogelarten inzwischen ist, zu überleben. Deshalb gibt sie ihr Wissen jetzt als „die Vogelguckerin“ u.a. in Kursen, Büchern und ihrem Podcast „Vögel, aber cool!“ weiter, weil sie weiß, dass die Welt zu einem besseren Ort wird, wenn sich mehr Menschen für Vögel begeistern.

Moin, ich bin Silke,

wie schön, dass du da bist! Hier berichte ich dir Wunderbares und Wundersames über Vögel und ihre Welt. Außerdem erfährst du, wie du anfängst, sie schnell selbst zu sehen und immer besser darin wirst. Komm mit auf die Reise!

Mein neues KOSMOS-Buch: „Die Superkräfte der Vögel“

MDR-Doku: „Das Geheimnis der Vögel“

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4 Kommentare

  1. Liebe VogelGuckerin,

    gerade schaue ich mir auf Youtube die Videos vom MDR an und freue mich über viele Informationen zum Karmingimpel etc. Aber eine Sequenz aus der Sendung Uhulogen und Karmingimpel macht mich doch sehr betroffen. Es ist der Beitrag über den invasiven Knöterich, der hier als Lebensraum, Brutraum für so viele Singvögel gehypt wird. Dass es dort viele geschützte Nester gibt, will ich ja gar nicht bestreiten. Aber ein Nistplatz ist nicht alles. Jungvögel benötigen Insekten als Nahrung, wie wir alle wissen. Aber wie viele einheimische Insekten nutzen diesen invasiven Knöterich als Raupenfutterpflanze? Ist es nicht vielmehr so, dass der Knöterich wichtige Lebensräume einheimischer Pflanzen durch seine enorme Wuchskraft überwuchert und diese wichtigen Pflanzen somit verdrängt? Ich finde es äußerst problematisch, einer invasiven Pflanze in einer Doku über die einheimische Vogelwelt solche positiven Attribute zuzumessen, statt darüber aufzuklären, wie gefährlich und vernichtend invasive Pflanzen für die einheimische Flora und Faune sind. Schade. Hier wurde eine Chance in der Berichterstattung verschenkt und – vielleicht unwissentlich – eine fatale Fehlinformation verbreitet, ohne über die Konsequenzen nachzudenken.
    MfG
    Ramona

    Antworten
    • Liebe Ramona, über die negativen Auswirkungen des Staudenknöterichs wird immer wieder ausführlich berichtet. Auch wir weisen darauf hin. Wir hypen ihn keineswegs, sondern zeigen wohlinformiert auf, dass alles zwei Seiten hat und es sich immer lohnt, genauer hinzugehen – statt, wie in diesem Fall, blindlings Nester zu zerstören.

      Antworten
  2. Oh, wie SCHADE!! Hab grad deine Seite entdeckt (bei @wiederwilderwerden bin ich über dich „gestolpert“ und hatte mich eben so auf die Doku gefreut… Da nützt es wahrscheinlich auch nicht, den MDR anzuschreiben, oder?
    Aber jetzt freu ich mich erst mal auf den Rest vom Adventskalender und deinen Podcast.

    Antworten
    • Hey Ayoka, herzlich willkommen an Bord. Wir sind tatsächlich grade in Gesprächen mit dem MDR, dass sie die Doku wieder in die Mediathek aufnehmen. Ein paar zusätzliche Nachrichten schaden da bestimmt nicht 😀 Ansonsten sag ich auf jeden Fall sofort Bescheid, wenn sie wieder da ist. In der Zwischenzeit wünsche ich dir viel Spaß mit meinen einhundertpaaranvierzig Podcastminuten – und dem Audio-Adventskalender natürlich 😉

      Antworten

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