Schwalben unterscheiden

Juhu! Es ist wieder soweit: Über unseren Köpfen kreisen Schwalben, die beliebten Sommerboten. Aber Moment mal – Schwalben? Was soll das denn heißen? Das ist ja ungefähr so präzise wie »Guck mal da: ein Vogel«. Stimmt! Bei uns gibt es drei bis fünf Schwalbenarten: die bräunlichen Uferschwalben, die sehr südlich lebenden Felsenschwalben, manchmal auch verirrte Rötelschwalben und natürlich unsere Schwalbenstars: Rauchschwalben und Mehlschwalben. Und um diese beiden soll es hier gehen, denn das sind unsere häufigsten und am weitesten verbreiteten Schwalben.

Mehlschwalbe vs. Rauchschwalbe

Das Tolle an diesen beiden Schwalbenarten ist unter anderem, dass sie sehr sichtbar sind. Sie flitzen über den Himmel, kommen zum Brüten in unsere Siedlungen und sind kommunikativ. Mehlschwalben und Rauchschwalben scheinen auf den ersten Blick zwar sehr ähnlich, aber sie zu unterscheiden ist gar nicht so schwer.

Ihnen gemeinsam ist, dass sie kleine, windschnittige Vögel mit langen, pfeilförmigen Flügeln und einem breiten Schnabel sind, den sie weit aufreißen können. Dieser Schnabel ist perfekt, um Insekten im Flug zu fangen. Dabei fressen Schwalben täglich so ungefähr die Hälfte ihres eigenen Körpergewichts.

Mehlschwalben

Die Unterseite von Mehlschwalben ist auffallend und durchgehend weiß. Auch ihr Kopf sieht von unten weiß aus. Von oben sind sie blau-schwarz-schimmernd – außer der Bürzel: der ist weiß. Ihr Schwanz ist gegabelt, allerdings nicht so tief wie bei der Rauschschwalbe, sondern eher breit. Insgesamt wirken sie ein bisschen rundlicher als Rauchschwalben.

Die Nester von Mehlschwalben sind kugelförmig mit nur einem Eingang und bestehen nur aus Lehm. Um den einzusammeln, kommen Mehlschwalben auch mal auf den Boden. Sonst siehst du sie aber fast nur in der Luft, wo sie gerne weit oben fliegen – und natürlich an den Nestern. Diese bauen sie gerne unter Dachvorsprüngen

Rauchschwalben

Rauchschwalben haben ein rotbraunes Gesicht, das du im Flug von unten meist gut erkennen kannst. Es wird von einem dunklen Nackenband gesäumt. Der Rest des Bauches ist weiß. Ihr Gefieder auf der Oberseite ist blau-schwarz, ebenso wie der Schwanz.

Gut erkennen kannst du Rauchschwalben an ihrem gegabelten Schwanz, der in zwei Schwanzspießen endet. Aber vorsicht: Diese Spieße sind bei Männchen länger als bei Weibchen und bei Jungvögeln noch nicht so stark ausgeprägt. Wenn Rauchschwalben ihren Schwanz im Flug breit auffächern, siehst du hinten in der dunklen Fläche am Schwanzende weiße Punkte.

Die napfförmigen Nester von Rauchschwalben sind aus Lehm und Stroh und nach oben offen. Früher bauten sie ihre Nester an Felsen. Heutzutage nutzen sie gerne menschliche Gebäude wie Brücken, überdachte Beobachtungstürme oder offenstehende Ställe.

Und, easy? Rauchschwalben und Mehlschwalben zu unterscheiden ist echt nicht schwer, oder? Hast du in den letzten Tagen schon Schwalben bei dir gesehen? Welche der beiden Arten brütet denn bei dir in der Nähe?

Fotonachweis: Die Rauchschwalbe des Titelbild ist von TheOtherKev, die Mehlschwalben im Watt sowie die des Titelbilds sind von Georg_Wietschorke, alle via pixabay.