Jahresrückblick 2022: Heilung, Wachstum und viele erste Male

Es sind grade besondere Tage für mich: Ich schaue zurück auf mich vor einem Jahr. Da lag ich nach einer großen OP im Krankenhaus und bangte, ob ich noch vor Heilig Abend entlassen werden würde. Ich war aber auch voller Dankbarkeit und tiefem Glück und genau diese Gefühle haben mich dann auch durch mein Jahr 2022 begleitet.

Als ich am 23. Dezember 2021 entlassen wurde, war das mein eigentlicher Meilenstein, ein Neubeginn, nicht Silvester. Und jetzt, genau ein Jahr später, sehe ich, was seitdem alles passiert ist und wie weit ich gekommen bin. Rückblickend sehe ich, dass 2022 ein gutes Jahr für mich war, in dem viel Großes passiert ist, das sich unterwegs gar nicht groß angefühlt hat.

Ich habe ein Mammutprojekt mit einem ganz wunderbaren Kunden abgeschlossen und mein eigenes Großprojekt, als Vogelguckerin Menschen für Vögel zu begeistern, einen riesigen Schritt voran gebracht. Mein erster Onlinekurs ist gestartet, ich habe einen wunderbaren Workshop und die Vogel-Rallye organisiert und zum Jahresende mit meinem Audio-Adventskalender für Vogelfans begeistert.

Ich habe neue Ecken Deutschlands entdeckt und erkundet, einen Podcast gestartet, einen Buchvertrag unterschrieben und hatte immer wunderbare, inspirierende, warmherzige Menschen an meiner Seite. An all meinen Erlebnissen bin ich gewachsen und ganz nebenbei wurde ich mit jedem Tag kräftiger und fitter.

(Meine Business-Quint­es­senz aus 2022 kannst du dir jetzt auch → anhören🙂

Also, Vorhang auf für meinen Jahresrückblick 2022:


Das wurde aus meinen Zielen für 2022:

Im letzten Jahr habe ich die wunderbare Rauhnachtsbegleitung von Martina Komm gemacht und dabei meine Ziele für 2022 aufgeschrieben. Das ist eine kleine Auswahl davon und was aus ihnen geworden ist:

  • Ein Lernangebot für Vogeleinsteigerinnen schaffen: ✔ Meine Mission ist es, andere Menschen für Vögel zu begeistern. Und da mir selbst damals der Einstieg so schwer gefallen ist, will ich diesen Weg in die Wunderwelt der Vögel für andere abkürzen. Im April 2022 startete daher zum allerersten Mal mein Gruppen-Onlinekurs »Endlich Vögel sehen!« und hat gleich in der ersten Runde gezeigt, dass ich damit Leben verändere, yay.
  • In einem Podcast zu Gast sein: Das hat mal so gar nicht funktioniert, ich habe mich aber auch nicht darum gekümmert. Stattdessen war ich in zwei tollen Lives bei Carina @vegan.wohl.leben und Verena @wiederwilderwerden zu Gast und habe meinen eigenen Podcast gestartet (s.u.), in den ich mir tolle Gästinnen eingeladen haben.
  • Mal wieder einen Wiedehopf sehen: Ähm, tja, wünschen kann ich mir ja immer viel. Da der Wiedehopf Vogel des Jahres 2022 war, hatte ich diesen Wunsch also mal wild entschlossen auf die Liste mit meinen Zielen gesetzt. Und immerhin habe ich einen gehört, whohoo!
  • Ein Artikel über die Vogelguckerin in einer Zeitung/Zeitschrift: ✔ Kein Ahnung, wo dieser Wunsch herkam, aber tatsächlich startete mein Jahr direkt mit einem Artikel über mich in der WLZ (s.u.) und in der HNA. Mega, mega!
  • Körperlich wieder stark & fit werden: ✔ Mein vielleicht wichtigstes Ziel für dieses Jahr. Nachdem ich in 2021 pünktlich zu Heilig Abend nach einer großen OP aus dem Krankenhaus gekommen war und Silvester noch keine 5 Minuten am Stück auf einem Stuhl sitzen konnte, ist es keine Übertreibung zu sagen, ich startete dieses Jahr am Tiefpunkt meiner körperlichen Fitness. Oh boy, wie ich mich da rausgekämpft habe!

Mein Jahresrückblick 2022

Gemeinschaft: virtuelle Büros und digitale Kaffeetrinken

Ende 2021 hatte ich zwei verrückte Ideen, die ich direkt zum Jahresbeginn 2022 umsetzte:

1. Ich wollte so viele meiner Insta-Followerinnen wie möglich persönlich kennenlernen. Deshalb habe ich zu virtuellen Kaffeetrinken eingeladen und mich jeweils mit einer von ihnen für ein halbes Stündchen (oft wurde es viel länger) getroffen. Hach, war das schön! Wir haben über uns, unsere Lieblingsvögel und übers Vogelgucken gesprochen, darüber, wie sie zum Vogelgucken gekommen sind und was ihnen dabei am schwersten fällt. Immer wieder denke ich an diese tollen Gespäche und die wunderbaren Frauen, die ich dabei kennenlernen durfte. Ich bin sehr stolz, so eine tolle Community zu haben.

2. Ich wollte so viel Zeit wie möglich mit den tollen selbstständigen Frauen verbringen, die ich in 2021 online kennengelernt hatte. Deshalb habe ich das 90-Tage-Team gegründet, zu dem ich genau diese Frauen eingeladen habe und die wunderbarere Weise alle zugesagt haben. Wir setzten uns Ziele für die ersten drei Monate in 2022 und trafen uns einmal die Woche, um mindestens dann an diesen Zielen zu Arbeiten. Aus dem 90-Tage-Team entwickelte sich wöchentliches Co-Working in unterschiedlicher Besetzung und ich bin so stolz, dass diese Frauen noch immer mein Leben bereichern.

Die Mitglieder des 90-Tage-Teams, bei denen grade nicht das Internet zusammengebrochen war.

Premiere meines Onlinekurses »Endlich Vögel sehen!«

Durch die Kennenlerngespräche war es ganz klar und ich war super motiviert: Ich will einen Onlinekurs für Einsteigerinnen erstellen, mit dem die Teilnehmerinnen in ihrem eigenen Tempo die häufigsten und sichtbarsten Vogelarten kennenlernen können, so dass sie mit diesem Fundament schnell durchstarten können und »Endlich Vögel sehen!« (haha, clever, wa?). Ich wollte sie aber auch dabei begleiten, ihnen die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen, sich auszutauschen, noch mehr zu lernen und sich gegenseitig kennenzulernen. Also genau den Kurs, den ich mir damals gewünscht hätte, als ich angefangen habe, mich für Vögel zu interessieren.

Also erstellte ich ein Konzept, drehte Videos, bastelte Grafiken, plante Termine, wühlte mich durch meine Archive, suchte Tonspuren und Fotos zusammen, lernte nebenbei, wie ich Schnittprogramme bediene, Kurssoftware auswähle, so einen Kurs technisch aufzusetzen habe und hatte einen Heidenspaß dabei. Unterwegs erzählte ich auf Instagram immer wieder von meinen Überlegungen und Fortschritten und band meine Community in den Entstehungsprozess ein.

Und dann kam der große Moment: Ich öffnete zum ersten Mal die Türen – und Menschen buchten meinen Kurs. So wunderbar! Und was hatte ich einen Spaß in der ersten Runde. So viele tollen Frauen, die ich dabei kennenlernen und mit meiner Begeisterung für Vögel anstecken durfte. Und ich merkte auch: Das Konzept und all das, was ich mir in meinem stillen Kämmerlein überlegt und zusammengebastelt hatte, funktioniert.

Weil die erste Runde so toll war, habe ich im Herbst noch einen zweite Runde gestartet. Alle Ideen für Veränderungen, die ich in der ersten Runde hatte, und das Feedback, das ich von den Teilnehmerinnen bekommen habe, habe ich eingebaut und den Kurs noch cooler und hilfreicher gemacht. Und auch mit den Frauen der zweiten Runde hatte ich wieder sehr viel Spaß. Es ist so schön zu sehen, wie die Gemeinschaft an vogelbegeisterten Frauen um mich herum wächst und wir gemeinsam die Welt verändern.

Neuentdeckung: die Elbauen

Absolut gar nichts hatte ich von dieser Gegend erwartet, weil ich nichts darüber wusste. Wir hatten einen Aufenthalt in einer fürstlichen mini Residenz in Elbnähe geschenkt bekommen und dann noch ein paar Tage in Dessau angeschlossen. Wie schön diese Gegend und vor allem die einzigartigen Auenlandschaften sind, hatte ich nicht erwartet. Ich war schockverliebt.

Entlang der beiden Flüsse Elbe und Mulde liegt eine weitgehend naturbelassene Landschaft, die vielen bedrohten Tierarten wichtige Lebensräume bietet. Und mir ganz viele tolle Vogelsichtungen und -begegnungen.

Gleich zweimal direkt hintereinander fuhren wir im Frühling in die Gegend, um sie besser kennenzulernen und natürlich um ganz viele Vögel zu sehen. Wir erkundeten Wittenberg und Dessau, schlenderten durch die Gartenreiche und wanderten auf Auenpfaden. Bei schönstem Frühlingswetter hatten wir eine tolle Zeit. Die Region Mittelelbe ist meine Neuentdeckung des Jahres!

Wenn ich nicht mehr weiter kann, tarne ich Pausen ganz easy als Vogelgucken. Wie hier an der Elbe bei Dessau.

Heimatsuche: Wie wir fast ans Meer gezogen wären

Spätestens im Frühling fühle ich mich regelmäßig eingesperrt in unserer Stadtwohnung. Mir sind die Nachbar*innen zu nah, die Stadtgeräusche zu laut, der Alltag zu menschenvoll, die Natur zu fern. Ich bin in einem Haus aufgewachsen, dieser Zustand ist noch immer meine Norm. Ich sehne mich danach, zu Hause so laut zu singen und zu stampfen, wie ich es will, nach einem eigenen Garten, in dem kein Gift gesprüht wird und in dem ich hula hoopen kann, ohne dass die Nachbarn an den Fenstern hängen. Also nach wohnlicher Freiheit. Und gerne in einer Umgebung, in der es viele Vögel gibt.

In diesem Jahr haben wir Nägel mit Köpfen gemacht: Wir haben unsere drei Wunschgegenden definiert, Gesuche geschaltet, Vermieter*innen kontaktiert, Makler*innen beauftragt, sind mehrfach mit dem 9-Euro-Ticket durch die Republik gegondelt und haben Häuser besichtigt. Aber alle, die wir hätten bekommen könne, haben nicht gepasst und das eine perfekte, bezahlbare, moderne, wunderschöne Haus direkt am Meer haben wir nicht bekommen. Und dann waren plötzlich so lange zirpende Grillen auf dem Häusermarkt, bis ich mich wieder mit meinem Leben in einer Stadtwohnung angefreundet habe. Tja, hat wohl nicht sollen sein.

Fast wäre das meine Aussicht auf dem Weg zur Bäckerei geworden.
Hier verkörpere ich schon das Nordsee-Lebensgefühl.
Das wären fast meine neuen Nachbar*innen geworden, hach.

Mein Podcast „Vögel, aber cool!“ startet

Seit ewig hatte ich mir vorgenommen, einen Podcast zu starten. Schon im Studium habe ich für verschiedene Radiosender gearbeitet und wollte eigentlich mal Radioredakteurin werden. Tja, das kam dann anders, aber meine Liebe zum Radio ist geblieben. Bereits eineinhalb Jahre vor meinem eigentlichen Podcaststart habe ich erste Interviews geführt und ein Intro aufgenommen; Ich dachte aber, ich müsste erst eine ganze Staffel vorproduziert haben, bevor ich damit online gehen dürfe (keine Ahnung, wo dieser Quatsch herkam). Und dann kam erst die Dreharbeiten für die MDR-Doku und dann das Leben dazwischen.

Im August 2022 war es endlich soweit: Ich veröffentlichte die allererste Folge meines Podcasts „Vögel, aber cool!“ (ganz mutig, ohne eine Staffel vorproduziert zu haben). Das war also für mich ein echter Meilenstein. Seitdem hatte ich schon fünf großartige Frauen zu Gast, habe tolle Vogelarten vorgestellt und verschiedene Themen rund ums Vogelgucken aufgegriffen – und es macht mir so viel Spaß!

Ehrlich: Ich finde, dass mir diese Kopfhörer ganz ausgezeichnet stehen.

Experiment Vogelzug-Workshop geglückt

Es gibt Phänomene, für die begeistere ich mich bei Vögeln ganz besonders. Eins davon ist der Vogelzug. Das Schöne am Vogelzug ist, dass wir alle den auch selbst beobachten und erleben können, wenn wir wissen, worum es geht und wonach wir Ausschau halten dürfen. Und da ich darüber so viele spannende Sachen weiß, die unmöglich in eine Instastory passen, habe ich zu diesem Thema im September einfach einen Workshop angeboten: „Vogelzug und was hab ich davon?“.

Mit neun vogelbegeisterten Frauen widemete ich mich an einem Wochenende dem Thema Vogelzug. Und ich hatte so viel Spaß dabei 🙂

U.a. mit diesen Cuties hatte ich beim Vogelzug-Workshop live sehr viel Spaß.

Die Vogel-Rallye, hach!

Es begann mit einer verrückten Idee: Ganz beseelt von dem schönen Tag hatten meine Birdrace-Team-Kolleginnen von Las Divas Spektivas und ich uns am Ende des diesjährigen Birdrace-Tages vorgenommen, nicht wieder ein ganzes Jahr zu warten, sondern noch mal einen gemeinsamen Vogeltag im Herbst zu veranstalten. Ein Tag, den wir dem Vogelgucken und den Vögeln widmen, draußen sein und so viele Vogelarten wie möglich sehen wollten.

Und da ein Zauber des Birdraces für uns ist, zu wissen, dass andere Vogelbegeisterte zur selben Zeit in der ganzen Republik unterwegs sind, und sich auch über die Vögel freuen, und da Freude noch mehr wird, wenn wir sie teilen, haben wir alle Vogelbegeisterten eingeladen, mitzumachen.

Ich habe mir dann noch ein paar zusätzliche Aufgaben ausgedacht und schon war die Vogel-Rallye geboren. Es waren mehr als 60 Teilnehmende angemeldet, angetreten sind dann offiziell 33. Aber da häufig Kind und Kegel mit dabei war, haben wir bestimmt locker 50 Menschen an diesem Tag motiviert, nach den Vögeln zu schauen und einen intensiven Draußentag zu erleben. Was für eine wunderbare Premiere!

Von diesen Orten sind die Teilnehmenden zur Vogel-Rallye 2022 gestartet.

Ich schreibe ein Buch.

Buchverträge habe ich als ehemalige Verlagsmitarbeiterin schon viele geschlossen und auch unterschrieben, aber zum ersten Mal habe ich in diesem Jahr meine Unterschrift auf die Linie für „Autorin“ gesetzt: Ich schreibe ein Buch über Vögel für den legendären, renommierten Franck-Kosmos-Verlag in Stuttgart.

Und das ist ehrlich gesagt ein bisschen witzig, denn: Ich habe selbst mal in Stuttgart gearbeitet und bin jeden Morgen und jeden Abend an diesem Verlag vorbeigelaufen (ja, ihr Insider, ich bin freiwillig die Staffel/Stufen hoch, alle!). Damals habe ich ein ganz anderes Leben geführt, aber davon geträumt, selbst mal in einem Verlag zu arbeiten. Und als ich dann selbst zehn Jahre „Verlagi“ war (also in einem Verlag gearbeitet habe), hatte ich mir fest vorgenommen, niemals selbst ein Buch zu schreiben. Bloggen und schreiben ja, aber ein Buch niemals. Tja, was soll ich sagen? Meine Redakteurin beim Kosmos-Verlag kam dazwischen. Und es macht so viel Spaß!

Véro Mischitz, my partner in crime, die die Illustrationen für mein Buch zeichnen wird, und ich bei einem Call.

Vogelurlaub an der Nordsee

Seit ich denken kann, mache ich an meinem Geburtstag etwas Besonderes. Seit einigen Jahren fahren wir dann im November noch einmal für eine Woche an die Nordsee, um uns auf einer der Inseln den Wind um die Nase pusten zu lassen und den Vogelzug zu erleben. So auch wieder in diesem Jahr.

Diesmal haben wir aber etwas ganz Verrücktes gemacht: mehr Urlaub als nötig. Wir waren fast zwei Wochen auf einer Insel und haben den lieben langen Tag nichts anderes gemacht, als im Rhythmus der Gezeiten nach den Vögel zu schauen, in der Sonne zu sitzen und ganz viel Tee zu trinken. Abends hatte ich dann noch Zeit zum Arbeiten, aber da ich meinen Job liebe, war das der pure Luxus.

Mir die Erlaubnis zu geben, einfach wegzubleiben und von unterwegs aus zu arbeiten, war eine Riesensache für mich. Und ganz wunderbar.

Brachvögel, Brachvögel, Brachvögel. Man sollte nicht glauben, dass deren Bestand gefährdet ist. Ist er aber.

Heilung

Über diesem Jahr hängt meine Heilung. Und was bin ich daran gewachsen! Ende 2021 hatte ich eine große OP, die meinem Körper ganz schön was abverlangt hat. Ich startete in 2022 am Tiefpunkt meiner körperlichen Fitness. Innerhalb dieses Jahres habe ich dann (auch dank der Unterstützung meiner wunderbaren Physiotherapeutin) meinen Körper so gut kennengelernt wie noch nie. Ich bin angekommen in ihm, in mir. Wir brauchten diese gemeinsame Reise und die Zeit, die es gedauert hat. Jetzt, ein Jahr nach meiner OP, kann ich wieder das Meiste machen und habe fast keine Schmerzen mehr. Und das ist jeden Tag wieder ein Geschenk.

Mein erster Ausflug zum See, bei dem ich es bis zur Lieblingsbank geschafft habe.
Und da konnte ich vor dem Rückweg erstmal sitzen und chillen und den Kormoranen zuschauen.

Mein Jahr in Zahlen

  • gesichtete Vogelarten: 157 (and counting)
  • veröffentlichte Podcastfolgen: 12 + Trailer (und es wird bis Silvester noch eine mehr)
  • Insta-Follower: 1.978 (Stand: 20.12.2022, 11:55)
  • Nächte im Zelt: 1 (ausbaufähig, aber immerhin!)
  • Kurse & Workshops: 3
  • Kurs- & Workshopteilnehmerinnen: 28 (inkl. Wiederholungstäterinnen)
  • Vogel-Rallye: 33 offizielle Teilnehmerinnen, 107 gemeinsam gesichtete Vogelarten
  • Audio-Adventskalenderanmeldungen: 440

Meine liebsten Fotos & Vogelbegegnungen 2022

Diese Schellente kam zum Stadtsee, als ich ins Krankenhaus ging, aber sie blieb so lange dort, bis ich endlich wieder 100m laufen konnte und geschafft hatte, sie auch zu sehen. Ab dem darauffolgenden Tag war sie verschwunden.
Diese schicke Waldohreule saß ganz nah am Weg, aber ich habe sie nur entdeckt, weil ihre Jungen in der Nähe gerufen haben.
Erst hörte ich diesen mini Buntspecht aus dem Baum rufen, dann traute er sich endlich hinaus und hüpfte so unfassbar niedlich auf dem Weg herum.
Oh. My. Dieser Schwarzspecht kam so, so dicht an mir vorbeigeflogen und setzte sich dann quasi neben mir an einen Baum. Was für eine schöne Begegnung.
Und auf einmal war er da und zog über mir majestätisch seine Kreise, der Fischadler.
So klein und doch fielen mir fast die Ohren ab, weil dieser Rohrschwirl so laut sang. Ich finde, er klingt im ersten Augenblick auch eher nach Insekt als nach Vogel, aber sagt das nicht weiter.
Ein Kolkrabe, der in der Luft einen Mäusebussard attackierte. Großes Kino.
Flauschalarm! Diese Teichhuhnfamilie war so herzzerreißend niedlich. Mama und Papa schafften unermüdlich Futter für die Minis ran und die flitzten auf ihren großen Füßen und den kurzen Beinchen stummelflügelschlagend durch die Gegend.
Mein Geburtstagsgeschenk: Zwergschwäne im Überflug
Perfekt inszenierte Rotdrossel.

Meine liebsten eigenen Blogartikel 2022

  • Mauersegler: Vögel unseres Sommers Zu Mauerseglern haben viele Menschen eine besondere Beziehung, weil sie sie mit Sommer und Freiheit verbinden. Und sie sind auch wirklich einmalig und ich liebe ihre Rufe. Als wir bei den Dreharbeiten für die MDR-Vogeldoku die Forschenden gefragt haben, welcher Vogel sie sein wollen würden, haben sie zu 95% Mauersegler geantwortet. Das allererste Interview, das ich für mein Buch geführt habe, war mit einer Mauerseglerforscherin. Alles zusätzliche Gründe, warum sich auch bei mir diese Flugkünstler endgültig in mein Herz gebrannt haben.
  • 5 Mythen über Eulen im Faktencheck Mein Eulenwissen ist lange so mitgelaufen. Da ich selten Eulen sehe, hatte ich mich bis zu diesem Jahr noch nie so richtig intensiv mit ihnen beschäftigt und muss zugeben, dass ich einem dieser Mythen selbst lange aufgesessen bin, weil ich ihn nicht reflektiert hatte. Dieser Blogbeitrag war also auch ein heimliches Geständnis.
  • Lisa Dumpe: schützt das Rebhuhn Ich komme aus einer Stadt, deren Bewohner*innen den Spitznamen Feldhühnerchen (also Rebhühner) tragen. Meine einzige Vogeldeko, die mich seit Jahrzehnten begleitet, sind Rebhühner. Schon allein deshalb war es mir eine besondere Freude mit Lisa Dumpe über den Rebhuhnschutz zu sprechen, denn Schutz haben diese Vögel bitter nötig.

Was sonst so los war in 2022

Silke sitzt dick eingepackt auf einem Lehnstuhl auf dem Balkon und lächelt aufgeregt in die Kamera. Sie hält in der einen Hand ein Fernglas, in der anderen einen Block mit einem Kuli.
Bei der Stunde der Wintervögel im Januar konnte ich schon eine Stunde auf dem Bürgermeisterstuhl sitzen, yeah.
Die Vogelguckerin war zum ersten Mal in der Zeitung!!! Und wie schick, ey.
An manchen Tagen ging nix, nur am Handy rumdaddeln. Aber meine vornehme Blässe passt prima zum Barrock.
Meine Sammlung an coolen KFZ-Kennzeichen ist in diesem Jahr weiter gewachsen. Auf die MEI-SE warte ich aber immer noch.
Das Birdrace im Mai war eine mega Challenge für mich und ich habe sie bestanden. Was für ein toller Tag mit den Vögeln und meinem virtuellen Team „Las Divas Spektivas“.
Im Mai war ich bei einem Vogelsprache-Workshop, bei dem wir mitten in der Nacht einzeln losgezogen sind, um zwei Stunden rund um den Sonnenaufgang Vogelbeobachtungen zu machen.
Meine geliebten Leipziger Lerchen gibt es jetzt auch ohne Tier und damit auch endlich wieder für mich, juhu.
2022 habe ich meine ersten Mitarbeiterin in der brandneu geschaffenen Abteilung „Motivation & Lebensfreude“ eingestellt. Die Abteilung ist inzwischen stark gewachsen.
Mit Aussicht auf die Baumfalken wurde im Sommer eine Bank für mich aufgestellt und ich habe sie exzessiv genutzt.
Geimpft wurde ich erfreulicher Weise in 2022 auch wieder ein paar Mal.
Im September manifestierte sich in der Abenddämmerung plötzlich eine Kette Rebhühner zwischen den Graugänsen. Was für eine Freude!
Ein leeres Buch und das Motivationseinhorn haben im Oktober mein Arbeiten und mein ganzes Leben verändert beim Workshop „Tagesplanung mit Strukur und Flow“ von Feli Walter.
Wie ich mich an mich in 2022 erinnern will.

Ausblick: Das erwartet mich in 2023

  • Workshops, Kurse und Events: Im Januar starten wir gleich mit dem Vogelguckerinnen-Stammtisch und Ende des Monats mit Teil 1 des Vogelstimmen Bootcamps. Im Frühling gehen wir in eine neue Runde »Endlich Vögel sehen!« und ich plane einen Brutzeit-Workshop. Und auf die Vogel-Rallye könnt ihr auch wieder zählen.
  • Buchveröffentlichung: Im März habe ich Manuskriptabgabe, im Herbst wird mein Buch erscheinen. Aufregend.
  • Helgoland: Im Frühjahr werde ich endlich wieder nach Helgoland reisen, um ganz viele Vögel zu sehen und mir den Wind um die Ohren wehen zu lassen. Darauf freue ich mich schon sehr!
  • Das Land verlassen: Nach drei Jahren Ortstreue bin ich wild entschlossen, endlich mal wieder Abenteuer außerhalb meines eigenen Kulturkreises zu erleben, mich in fremden Sprachen herauszufordern und dafür endlich eine der tollen Zugreisen umzusetzen, von denen ich die letzten Monate nur geträumt habe.
  • Großtrappen besuchen: Bei den Recherchen für mein Buch habe ich viele tolle Menschen kennengelernt, die sich in Vogelschutzprojekten engagieren. Am liebsten würde ich sie alle besuchen und das werde ich auch, nach für nach. In 2023 möchte ich auf jeden Fall einige Tage im Land der Großtrappen verbringen und hoffentlich auch welche zu Gesicht bekommen. Vielleicht hilft meine Interviewpartnerin mir ja dabei. Das wäre mega!
  • Kondition verbessern: Meine Heilungsreise ist noch nicht beendet. Ich möchte in 2023 weiter gut auf mich und meinen Körper hören, noch mehr Zeit draußen verbringen und meine Ausdauer und körperliche Stärke weiter verbessern. Und vielleicht kann ich mir ja dann für 2024 wieder ein Trekkingabenteuer in Lappland, meinem Sehnsuchtsland, auf die Liste setzen.
  • Mein Motto für 2023: Lass mehr Vögel in dein Leben!