Jahresrückblick 2023: Mein Weg ans Meer

Als ich mir Ende letzten Jahres „Ich lass mehr Vögel in mein Leben“ als Motto für 2023 überlegte, habe ich nicht kommen sehen, wohin mich das führen würde. Ich steckte in den letzten Zügen meines ersten Buchmanuskripts, bangte um die letzten Interviews, die ich noch führen wollte, und um die Seitenvorgabe, die ich nicht überschreiten sollte.

Ich habe nicht lange nachgedacht über mein Jahresmotto, sondern glaubte, es sei nett, meinen schon länger verwendeten Vogelguckerin-Claim auch auf mich zu übertragen und ihn somit sichtbarer zu machen. Außerdem passte er auch gut, denn ich wollte mehr Vögel in meinem Leben haben. Wir wohnten mitten in der Stadt. Die nächste Kleingartenanlage war 10 Gehminuten entfernt, ein See mit einem vogelreichen Park 10 Fahrrradminuten. Dort wollte ich nach einer langen Genesungsphase wieder öfter hin. Vielleicht auch mal öfter rausfahren zu einem der nahegelegenen Vogel-Hotspots in der Gegend. Ich sehnte mich nach Natur und danach, zur Ruhe zu kommen. Mein Motto schien mir da die richtige Aufforderung an mich zu sein.

2023 lief auch ganz normal an. Und es war gleich von Anfang an besonders vogelreich und besonders wunderbar! Ich ahnte aber nicht, dass dieses Motto mein ganzes Leben umkrempeln würde, denn gegen Ende des Jahres brachte es mich und mein Hab und Gut einmal quer durch die Republik direkt ans Meer. Dort wohne ich jetzt. Endlich.


Was aus meinen Zielen für 2023 wurde

Am Ende meines Jahresrückblicks für 2022 habe ich einen kleinen Ausblick auf das gegeben, was ich mir für 2023 vorgenommen hatte. Hier mal eine kleine Inventur:

  • Workshops, Kurse & Events: ✅️
    2 Vogelstimmen Bootcamps, 5 Stammtische, 1 Vogel-Rallye, 1 Endlich Vögel sehen! – what a blast!
  • Buchveröffentlichung: ✅️
    Yeah, sowas von check! Im September erschien mein erstes Buch „Die Superkräfte der Vögel“ im Kosmos Verlag – und war gleich am Erscheinungstag bei den Großhändlern ausverkauft. Wow! Noch viel mehr dazu folgt weiter unten.
  • Das Land verlassen: ✅️
    Nach vier Jahren habe ich endlich mal wieder die Grenzen Deutschlands überschritten und meinen Horizont durch Eindrücke in einer anderen Sprache und Kultur erweitern lassen. Hier habe ich von der Gegend erzählt.
  • Kondition verbessern: ✔️
    Ähm, tja, ich habe mir zumindes Mühe gegeben. Also sagen wir mal: Drei Schritte vor, einen zurück
  • Großtrappen sehen: ✅️
    Yes, aber sowas von! (s.u.)

Mein Jahresrückblick 2023

Millionen Bergfinken

Anfang diesen Jahres hatten die Vogelfans in Südniedersachsen ein großes Geheimnis: einen riiiiiesigen Bergfinkenschlafplatz am Rande des Sollings (mehr zum Bergfinken).

Jeden Abend flogen Millionen Bergfinken zu einem ganz bestimmten Platz mitten im Wald ein, um dort zu schlafen. Und es wurden jeden Abend mehr!

Von solch einem Schauspiel hatte ich bisher nur gelesen und die Zahlen, ehrlich gesagt, für ein bisschen übertrieben gehalten. Millionen Finken? Wo sollten die denn alle herkommen? Und überhaupt: Wer sollte denn sowas zählen? Trotzdem träumte ich natürlich davon, so etwas mal selbst zu sehen. Und als ich dann von dem Schlafplatz erfuhr und hinfuhr, rechnete ich unterwegs noch halb damit, dass das Auto liegen blieb oder die Finken doch nicht mehr da waren, bis ich ankam.

Aber sie waren da! Und mir machte all die körperlichen Reaktionen auf ein solchen Wunder durch, von denen wir viel zu oft nur in Büchern lesen: Mir stand der Mund offen. Ich vergaß zu atmen. Ich spürte die Kälte nicht.

So oft ich konnte, fuhr ich dorthin – eine kleine organisatorische Meisterleistung ohne eigenes Auto mitten im Winter bei Eis und Schnee. Aber ich wurde diesen Anblick nicht leid. Und es wurde mit jedem Mal gewaltiger! Und eines Tages im März waren sie einfach weg.

Aber ich weiß: Diese Begegnung war eins dieser „Once in a lifetime“-Erlebnisse, das noch lange in mir nachhallen wird. Und ich hoffe, es wird für ein ganzes Leben reichen.

In dichten Wolken flogen die Millionen Bergfinken über den Himmel.
Ich, während ich auf die Bergfinken wartete, die nicht mehr kamen. Eins meiner Lieblingsfotos von mir in diesem Jahr.

Mein erstes Buch „Die Superkräfte der Vögel“

Anfang März hatte ich Manuskriptabgabe für mein Buch – und das war auch gut so, denn ich schwankte zwischen

A.) alles löschen und von vorne anfangen und

B.) den Verlag anrufen, um zu sagen, dass das mit dem Buch eine Mistidee gewesen war und sie sich bitte jemand anderen fürs Herbstprogramm suchen sollen.

Ich war mein eigenen Geschreibsel leid und froh, als ich das Manuskript und damit die Verantwortung dafür endlich abgeben konnte. Ganz normale Manuskriptendphase also.

Es hat dann noch viele Monate gedauert, in denen ich so viel Abstand zu meinem Text bekommen habe, dass ich mein Thema zumindest selbst wieder halbwegs interessant fand.

Und im September hielt ich dann endlich mein erstes eigenen Buch in der Hand.

„Die Superkräfte der Vögel“ sind jetzt auch Mama-approved. Eventuell könnte das die höchste Auszeichnung sein, die eine aufstrebende Autorin erhalten kann.

Ab nach Helgoland

Nachdem die letzten drei (!) Versuche abgesagt werden mussten, weil die Insel C-bedingt kurzfristig geschlossen wurde, hat es endlich wieder geklappt. Über Ostern war ich auf Helgoland und es war ganz wunderbar.

Wir wohnten direkt am Wasser und hatten gefühlt kürzere Wege als die letzten Male. Und wir hatten mehr Zeit! Ein absoluter Luxus, der mir erlaubte anzukommen und runterzuschalten. Das Vogelhighlight in diesem Jahr waren für mich die Ringdrosseln und die vielen, vielen Rotdrosseln, die mich während meiner Zeit begleiteten.

Auf der Heimreise verbachten wir eine Nacht an der Küste, um am nächsten Tag noch Familie in der Gegend zu besuchen. Als wir abends durch die Stadt schlenderten, kamen wir bei einer Immobilienmaklerin vorbei und schauten uns die Aushänge in ihrem Schaufenster an. Bereits im letzten Jahr hatten wir nach einem neuen Zuhause am Meer gesucht. In der heißen Manuskriptphase hatten wir unsere Suche unterbrochen und durch all die Aufregung hatte ich das Thema auch ein bisschen aus dem Blick verloren. Aber plötzlich war der Wunsch wieder da: Ich will am Meer wohnen!

Basstölpel sind immer großes Kino. Allerdings war es wegen der Vogelgrippe am Brutfelsen deutlich leerer als sonst.
Ui, Helgoland hat romantik-mäßig ganz schön dick aufgetragen für uns ♥ Blick von der Düne rüber zur Hauptinsel

Bei den Großtrappen

Schon länger wusste ich, dass es ein paar wenige Gebiete in Deutschland gibt, in denen noch Großtrappen leben. Als ich dann bei den Recherchen für mein Buch eine Großtrappen-Expertin kennenlernte, die mir so begeistert von diesen besonderen Vögeln erzählte, wollte ich sie unbedingt auch mal sehen.

Also reiste ich im Mai für ein verlängertes Wochenende nach Sachsen-Anhalt – wo es ja sowieso viele tolle Vogelgebiete zu entdecken gibt. Und so war es auch hier: Tagsüber erkundete ich die Gegend, traf auf Bienenfresser, Pirole, Kraniche, Gelbspötter und Schwarzmilane und gegen Abend fuhr ich zum Großtrappen-Balzplatz.

Die Großtrappen-Expertin hatte mir auch noch einen mega guten Tipp gegeben, von wo aus ich die großen Vögel am besten bei ihrer Balz beobachten konnte. Dort hatte ich sie dann jeden Abend ganz für mich alleine! Was für ein wunderbares Erlebnis.

Das sind mal Typen, die auf dicke Hose machen: Großtrappenhähne bei der Balz

Dauerbaustelle und Spatzenkiller Fassadendämmung

Im Frühjahr begannen Fassadenbauarbeiten. Das war über viele Monate auf mehreren Ebenen ein ziemlicher Albtraum für mich. Zum einen stresste mich die Anwesenheit von teils lauten, kontaktfreudigen Männern direkt in meinem Alltag und in meiner Privatsphäre sehr und kostete mich viele Energiepunkte. Sie bohrten aus Versehen mitten in der Heizsaison ein Loch in die Wohnzimmerwand, für das sich wochenlang niemand zuständig sah. Dann wurden alle Fenster mit grüner Folie zugeklebt und wir konnten die meisten nicht mehr öffnen.

Zum anderen war da meine Sorge um die Vögel. Unsere Spatzengäng wurde durch die Bauarbeiten obdachlos. Schon direkt nach der Ankündigung hatte ich angefangen, mich für ihren Schutz einzusetzen und habe sehr, sehr oft mit den Mitarbeitenden der zuständigen Naturschutzbehörde telefoniert. Aber gebracht hat das genau nichts. Die Hausverwaltung sagte zu, Ersatzbrutplätze zu schaffen und durfte danach mitten in der Brutzeit machen, was sie wollten. Diese Ersatzbrutplätze waren aber bis Dezember nicht geschaffen worden und obwohl wir mehrfach darauf hingewiesen haben, hat sich die Behörde nicht mehr gerührt.

Für das Gerüst wurden am 31. März, einen Tag vor Beginn der Brut- und Setzzeit, noch sämtliche Büsche rund um das Haus abgemäht. So gingen direkt vor Saisonbeginn weitere wertvolle Brutplätze verloren. Obwohl ich mehrfach auf den Spalt in der Mauer hingewiesen hatte, konnten die Blaumeisen noch beginnen, dort ihr Nest zu bauen, bevor dann Wochen später, die Dämmplatten davorgeklebt wurden. Angeblich wurde dabei darauf geachtet, keine Meisen einzumauern. Na klar.

Nachträglich betrachtet hätte ich mich mal einfach nicht so aufregen sollen. All mein Bemühen hat nichts gebracht, außer dass ich sehr finstere Stunden deswegen hatte.

Wem die Fassadenbauarbeiten aber zum Glück gar nichts ausgemacht haben, waren meine Mitarbeiterinnen, die Stadttauben, die mich jeden Tag besuchen kamen. Für sie bot das Gerüst prima Lande- und Erkundungsmöglichkeiten. Das war ein schöner Lichtblick!

Hallöchen, wir wären dann mal wieder bereit für die nächste Kaffeepause …

Auf zu den Waldrappen

Während meiner Recherchen habe ich auch den Waldrapp gut kennengelernt – zumindest in der Theorie. Der Waldrapp ist ein Ibisvogel, den wir in Mitteleuropa bereits vor mehreren hundert Jahren ausgerottet haben. Das Waldrappprojekt bemüht sich seit einigen Jahren um die Wiederansiedlung dieses charismatischen Vogels.

Da Waldrappe Zugvögel sind, die die Zugrouten von ihren Eltern lernen, ist das eine ganz besondere Herausforderung. Deshalb werden die jungen Waldrappe auf menschliche Zieheltern geprägt, mit denen sie dann ins Winterquartier fliegen.

Ich habe in diesem Jahr das Trainingscamp besuchen können, in dem die Vögel das Fliegen in Begleitung des Fluggeräts lernen. Das war superspannend für mich. Bei der Gelegenheit habe ich auch die Kolonie am Bodensee besucht, in der bereits wieder Waldrappe wild leben und brüten.

Mjam! Waldrappelter füttert seinen Nachwuchs.

Unser neues Heim

Das Wochenende bevor ich zu den Waldrappen gefahren bin, entdeckte ich in einem der großen Immobilienportale eine Wohnung. Sie hatte schon seit einigen Tage dringestanden, ich hatte sie aber offenbar übersehen. Die Wohnung sah gut aus, war nicht ganz nach meinen Vorstellungen geschnitten und die Küche mochte ich auch nicht, aber die Lage war die beste, die ich bisher auf dem Markt gesehen hatte!

Also schrieb ich die Maklerin an, stellte ein paar zusätzliche Fragen, schlug zwei Termine vor und bat um einen Besichtigungstermin, machte mir aber keine großen Hoffnungen. Es gab in der folgenden Woche genau zwei Tage, an denen wir die Wohnung in einem sehr knappen Zeitfenster besichtigen konnten. Zu meiner Überraschung meldete sich die Maklerin tatsächlich gleich am Montag und machte den ersten vorgeschlagenen Termin für uns möglich.

Wir fuhren also wieder einmal durch die halbe Republik. Diesmal kamen wir ganz entspannt und pünktlich an, konnten sogar noch am Strand picknicken, bevor wir in aller Ruhe die Wohnung besichtigen. Unsere Wohnung. Außer, dass sie noch nach Rauch roch, passte alles für uns (die Küche, na gut, aber ICH muss ja in dieser Küche nicht kochen und mein Mann, der Koch, liebt sie). Und: Sie hatte sogar MEERBLICK! Als ich fragte, warum davon nichts in der Anzeige gestanden hatte, sagte die Maklerin, na ja, das Haus liege ja nicht direkt am Wasser. Echtes norddeutsches Understatement. Liebs!

Für die Wohnungsbewerbung benötigten wir noch ein paar Unterlagen, deren Beschaffung einige Tage in Anspruch nahm. Wir konnten sie also erst nach der Waldrappreise einreichen. Bange Wochen, in denen ich versuchte, mir keine Hoffnung zu machen, obwohl die Maklerin zuversichtlich geklungen hatte. Und tatsächlich entschied sich der Vermieter für uns! Wir bekamen die Zusage.

Viele andere Besichtigungen waren bereits im Vorfeld mega kompliziert und aufreibend gewesen. Aber bei genau der Wohnung, die am allerbesten für uns passte, lief alles reibungslos. Merke: Es darf auch mal leicht sein.

Fun Fact: Die Maklerin war ganz wunderbar und sehr professionell. Und es war genau die Maklerin, vor deren Schaufenster wir auf die Idee gekommen waren, in dieser Stadt nach einer Wohnung zu suchen. So schließt sich der Kreis.

Wohnung mit Meerblick

Der September, der ein Jahr hätte sein können

Ui, im September war viel los:

  • Direkt Anfang des Monats hatte unsere Wohnungssuche-Achterbahnfahrt einen fetten Peak: Nach einigem organisatorischen Hin und Her haben wir endlich den Vertrag für unsere Wohnung bekommen – und der Mietbeginn war schon einen Monat später.
  • Kurz danach bekam ich die Information, dass ich noch mal für eine OP unters Messer sollte. Puh. Das musste erstmal sacken. Aber wenigstens konnte ich die OP noch in gewohnter Umgebung und mit mir bekannten Ärzten durchziehen.
  • Clever wie ich war, produzierte ich gleich meinen Buchtrailer und weiteren Video-Content auf Vorrat. Zum Glück! Obwohl ich nicht ahnte, was noch kommen würde.
  • Grade noch rechtzeitig vor dem spontanen OP-Termin fiel mir ein, dass wir uns doch schon im Frühjahr vorgenommen hatten, noch mal zur Wartburg zu fahren. Das haben wir dann noch ruckizucki gemacht und hatten einen fabelhaften Tag rund um Eisenach.
  • Dann begann ich noch schnell mit dem Kistenpacken, bevor ich für drei Tage ins Krankenhaus ging.
  • Kaum war ich zu Hause erschien mein Buch „Die Superkräfte der Vögel“ dann auch offiziell – und war gleich mal bei einem der beiden großen Großhändler ausverkauft. Bäm! Das war sehr cool, aber lachen tat noch ziemlich weh.
  • Aus dem Krankenhaus hab ich mir eine lustige, brennende Pustelinfektion im Gesicht mitgebracht, so dass ich in kürzester Zeit ziemlich verquollen war und, kaum zu Hause, gleich wieder zu Ärzt*innen schlurfen durfte. Ein Spaß. Nach vier Tagen Spezialsalbe sah ich dann zum Glück wieder halbwegs normal aus, aber gut, dass ich keine Pressetermine hatte oder mich in irgendwelchen Videos zeigen musste, ey.
  • Nebenbei durfte ich andere Menschen weiter unsere Umzugskisten packen lassen (danke, Mama!) und unterstützte sie dabei bestmöglich mit meinen klugen Ratschlägen.
  • Außerdem verkauften wir in dieser Zeit noch unsere Küche und diversen anderen Kram, der uns nicht mit in unser neues Leben begleiten sollte, und schleusten potenzielle Nachmietende durch unsere Wohnung.
  • Ach, und eine Business-Fortbildung habe ich auch noch nebenbei erfolgreich absolviert.

Uff. War dann auch okay, als es Oktober wurde.

Super aufregend, als ihr mir aus dem ganzen deutschsprachigen Raum „Superkräfte“-Sichtungen geschickt habt

Der erste Abend am Meer

Morgens hatte die Umzugsfirma auf der (imaginären, da bereits verpackten) Matte gestanden und die Männer hatten Karton für Karton, Möbelstück für Möbelstück in ein Umzugsauto gepackt. Dieses Auto hatte sich gegen Mittag auf die weite Fahrt in den Norden gemacht und wir folgten einige Stunden später.

Es war, als wollte uns Göttingen nicht freigeben. Wir brauchten fast eine Stunde bis wir die Autobahn erreicht hatten. Und wer Göttingen kennt, weiß, dass wir die Strecke in der Zeit auch hätten laufen können. Es war ein zäher Abschied. Aber dann lief es.

Wir kamen im Dunkeln an unserem Ziel an und richteten uns mit Isomatten und Schlafsäcken in der leeren Wohnung ein Zeltlager ein. Aber bevor wir Spaghetti mit Pesto essen würden, wollte ich ans Meer.

Es war grade Ebbe und das Wasser weit draußen. Es war windstill und aus der Dunkelheit hörte ich einen Austernfischer rufen. Und da stand ich dann, frisch operiert, die Füße im Sand neben meinem Lieblingsmenschen, und ich wusste, ich darf bleiben. Das war wahrscheinlich der glücklichste Moment meines Jahres.

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts: Das Meer mit seinen Schiffen und Leuchtzeichen an meinem allerersten Küstenabend.

Die neue Heimat entdecken

Anmelden, Neubürgerin, Küstenbewohnerin werden – so aufregend! Sogar der Gang in den Supermarkt wurde plötzlich ein Abenteuer. Abends spaziere ich im wachsenden Radius um die Häuser meiner Nachbarschaft und immer wieder am Meer entlang, um die Vögel meiner „Hood“ kennenzulernen.

Die tollste Erkundungstour bisher war mein Geburtstagsausflug. Wir hatten erstaunlich gutes Wetter und ich habe es geschafft, wieder 14 Kilometer mit dem Fahrrad zu fahren. Ich traf Spießenten, Kiebitzregenpfeiffer und Pfuhlschnepfen und wurde kein einziges Mal nass.

Inzwischen habe ich zwar schon viele Haken auf meiner Wantliste gesetzt, habe das Wattenmeerbesucherzentrum kennengelernt, bin mit der Strandbahn gefahren und bei Niedrigwasser im Schlick eingesunken. Seit kurzem bin ich nämlich stolze Besitzerin von gefütterten Gummistiefeln und freue mich sehr, endlich ein Leben zu haben, in dem ich soetwas brauche. Das Meer und das Watt sind jeden Tag neu und es gibt noch so viel zu entdecken. Ich freue mich drauf!

Die kleinen wuselingen Sanderlinge begleiten mich bei fast jedem Strandspaziergang.
Bei uns an der Küste gibt es nicht nur Meer, hier gibt es auch Wald und zwar einen sehr schönen!

Meine 3 liebsten eigenen Blogartikel des Jahres

Ich habe in diesem Jahr schon 43 Blogartikel veröffentlicht oder grundlegend überarbeitet. Hier ist eine willkürliche Auswahl meiner liebsten drei Blogartikel aus diesem Jahr:

  • Mein Vogelmonat Mai 2023
    Ein schöner, ereignisreicher Monat voller Vogelabenteuer, an den ich gerne zurückdenke. Ich sah Sichler, Großtrappen, Bienenfresser, Pirole, eine sehr coole Hybridente und andere coole Vögel, die mich alle sehr glücklich gemacht haben.
  • Was will ich als Vogelguckerin bewirken?
    Im Rahmen einer Blog-Challenge mit Judith Peters habe ich mich mit der Frage beschäftigt, was mein Antrieb, meine Mission, mein Vermächtnis als Vogelguckerin ist. Es hat mir gut getan und großen Spaß gemacht, das einmal so aufzuschreiben.
  • Wie nennt man eine Gruppe Vögel?
    Den Artikel mag ich, weil hier mehrere meiner Nerd-Themen zusammenkommen: Sprache, Englisch, Vögel. Seit meiner Zeit in Irland Anfang des Jahrhunderts habe ich angefangen, diese tollen englischen Mengenbezeichnungen zu sammeln und freue mich, sie jetzt endlich mit euch geteilt zu haben.

Mein Jahr 2023 in Zahlen

  • gesichtete Vogelarten: 176 and counting (2023: >157)
  • veröffentlichte Podcastfolgen: 26 and counting (2023: 13 + Trailer)
  • Instagram-Follower am 20.12.: 5.123 (2022: 1.978)
  • Nächte im Zelt: 0. Wow. Unterirdisch. (2023: immerhin 1)
  • Kurs- & Workshopteilnehmerinnen: 70 (2023: 28)
  • Audio-Adventskalenderanmeldungen: 918 (2023: 440)

Was 2023 sonst noch los war

Anfang des Jahres hatten die Teilnehmerinnen und ich mega viel Spaß bei den Vogelstimmen Bootcamps.
Im Frühjahr habe ich bei der Hasenkartierung auf Rebhuhnflächen geholfen und dabei eine Waldohreule getroffen. Sehr coole Begegnung.
Ich mag Eiderenten! Auf Helgoland habe ich mich mal wieder sehr über sie gefreut. Jetzt sehe ich sie fast jeden Tag und freue mich immer noch.
In diesem Jahr habe ich eine Wildnisausbildung begonnen und mache seitdem noch viel mehr Entdeckungen draußen – wie z.B. diese beiden Käfer im Löwenzahn.
Auch meine KFZ-Kennzeichen-Sammlung ist wieder um ein paar coole Worte angewachsen. Ich warte allerdings nach wie vor auf die MEI-SE. Kann ja wohl nicht so schwer sein …
Das dynamische Duo ermittelt! Auf meiner Reise zu den Waldrappen habe ich Véro Mischitz getroffen, die mein Buch so wunderbar illustriert hat. Bei der Gelegenheit haben wir mit großem Vegnügen jede Menge Quatschfotos gemacht – und zur Freude des Verlags auch noch ein paar seriöse.
Nicht schön, aber lecker! Das ist nach wie vor meine Henkersmahlzeit vor jeder OP und mein allerliebstes Lieblingsessen: Boboti.
Zu meiner großen Freude ist ein doppelseitiger Artikel über mein Buch „Die Superkräfte der Vögel“ mit je einer Woche Abstand in „Das Neue Blatt“, „Freizeitwoche“ und „Woche Heute“ erschienen. Zwei der drei Ausgaben hatten Prinz Harry auf dem Cover. Was das wohl bedeuten soll? 😉
Meine erste Sturmflug kündigt sich an. Der Weg an der Bucht steht schon unter Wasser – zwei Stunden vor Hochwasser.
Ich war zum ersten Mal in einem anderen Podcast zu Gast! Im NABU-Podcast „reingezwitschert“ habe ich mit Fabian und Martin über Vogelrekorde geredet – und sehr viel Spaß gehabt!
Ende November lag plötzlich Schnee an der Küste, richtig viel davon! Und ich beobachtete fasziniert das Phänomen Schneewatt. Welch wunderbare, fast magische Tage!

Meine Ziele für 2024

  • Trekking in Lappland und zwei Wochen wegsein
  • drei neue Vogelkurse/Workshops anbieten
  • ein Kinderbuch schreiben
  • die norddeutschen Nandus sehen
  • Businessabläufe vereinfachen
  • ein weiterer Bericht über die Vogelguckerin in einem großen Medium (Zeitung, Radio, Podcast, TV …)
  • an 200 Tagen in die Natur gehen

von | 20. Dez 2023 | Rückblick

aktualisiert:
25. Feb 2024

Silke Hartmann, die Vogelguckerin

Schon in ihrer Kindheit interessierte sich Silke Hartmann für Vögel. Allerdings kannte sie niemanden, die oder der ihr diese Wunderwelt hätte zeigen können. So hat sie sich im Laufe der Zeit selbst beigebracht, Vögel zu sehen. Je mehr sie beobachtete und aus Büchern lernte, desto mehr begeisterte sie sich für Vögel und ihre Superkräfte. Sie bemerkte aber auch, wie schwer es für viele Vogelarten inzwischen ist, zu überleben. Deshalb gibt sie ihr Wissen jetzt als „die Vogelguckerin“ u.a. in Kursen, Büchern und ihrem Podcast „Vögel, aber cool!“ weiter, weil sie weiß, dass die Welt zu einem besseren Ort wird, wenn sich mehr Menschen für Vögel begeistern.

Moin, ich bin Silke,

wie schön, dass du da bist! Hier berichte ich dir Wunderbares und Wundersames über Vögel und ihre Welt. Außerdem erfährst du, wie du anfängst, sie schnell selbst zu sehen und immer besser darin wirst. Komm mit auf die Reise!

Mein neues KOSMOS-Buch: „Die Superkräfte der Vögel“

MDR-Doku: „Das Geheimnis der Vögel“

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18 Kommentare

  1. Liebe Silke, Deinen ersten Abend am Meer kann ich so gut fühlen. Was für Turbulenzenzen, was für Emotionen. Um das Leben am Meer beneide ich Dich sehr. Ich habe mir auch so manchen Traum schon wahr gemacht, aber zum Thema Leben am Wasser habe ich mit meinem Häuschen mitten im Ruhrpott noch keine Lösung. Aber vielleicht fällt mir da noch was ein. Zumindest bringst Du mich gerade auf eine Idee. Danke dafür.

    Antworten
    • Moin, liebe Anna,
      ein Häuschen im Ruhrpott stelle ich mir auch schön vor, solange es Heimat ist.
      Hast du gesehen? Ich war letzte Woche noch mal bei den Flamingos im Münsterland. Nicht ganz Pott, aber falls du dich mal rauswagen und auf Safari gehen möchtest, ist das einen Ausflug wert, um den ich dich dann beneiden werde.
      Du siehst: Ich bin fest davon überzeugt, dass es überall schön ist 😉

      Antworten
  2. Hallo Silke,
    nach einer kleinen Vogelexkursion mit einem kleinen Higlight ( tatsächliche meine erste Misteldrossel) und dem üblichen Frust, dass ich den hübschen Vogelgesang aus dem Gebüsch wieder mal nicht erkannt habe, suchte im im www. nach Hilfe und fand- wie schön dich!! Endlich eine Frau, eine Expertin und was für eine tolle Seite. Hier werde ich mit so vielem fündig, was ich bisher vermisst habe. Ich werde gleich mal nachschauen ob ich an einem deiner Workshops teilnehmen kann und bis dahin nach deinem Buch schauen.

    Herzliche Grüße
    Ute

    Antworten
    • Liebe Ute,
      vielen Dank für deinen schönen Kommentar! Wie toll, dass du zu mir gefunden hast; willkommen an Bord! Und herzlichen Glückwunsch zu deiner ersten Misteldrossel! Ich freue mich drauf, wieder von dir zu lesen oder dich demnächst in einem meiner Kurse kennenzulernen.
      Herzliche Grüße zurück und bis hoffentlich bald!
      Silke

      Antworten
  3. Ersteinmal ein gutes gesundes vogelreiches neues Jahr. Ich bin erst kürzlich über eine Bekannte auf Dich bzw Deinen Podcast gestoßen (das Buch ist auf der Wunschliste!) und so happy darüber. Deine frische Art nicht nur über Vogel zu schreiben ist so so schön und bereichernd. (und ich weiß, dass das nicht immer leicht ist 😊)
    Vielen herzlichen Dank!
    Möge Dir immer ein Vögelchen was zwitschern
    Liebe Grüße
    Nina

    Antworten
    • Hach, liebe Nina! Vielen Dank für diese schöne Nachricht – und die guten Wünsche. Wie schön, dass du hier jetzt auch dabei bist, willkommen an Bord. Ich freue mich auf unsere weitere gemeinsame Reise – und bin sehr gespannt, was es bei dir und den Wippsteerts zu entdecken gibt (was für ein schöner Name!).
      Viele Grüße zurück
      Silke

      Antworten
  4. Liebe Silke,

    so ein spannendes und ereignisreiches Jahr für dich.
    Ich danke dir, dass du meines begleitest hast (zumindest einen Teil der zweiten Hälfte intensiver) und wünsche dir und deinen Lieben ein genauso schönes und erlebnisreiches neues Jahr 2024.

    Herzliche Grüße
    Steffi

    Antworten
    • Liebe, liebe Steffi!
      vielen Dank für deine schöne Nachricht, hier und überhaupt überall. Und danke fürs Nicht-Aufgeben! Ich freue mich sehr, dass du mich (wieder-) gefunden hast und freue mich drauf, euch bald mal in dieser neuen Heimat oder einer anderen zu sehen. Euch auch ein schönes neues Jahr 2024.
      Herzliche Grüße zurück
      Silke

      Antworten
  5. Liebe Silke,

    erstmal, danke fürs Reinlesen und Durchlesen in meinem Jahresrückblick.
    So hüpfte ich dann gleich zu dir und freue mich über dein Jahr 2023. Du bist ans Meer gezogen. Wow! Davon träume ich auch noch. Und auf Vögel werde ich, dank dir, nun intensiver achten. Besonders gleich nachher, wenn das neue Jahr beginnt.
    Und ich werde einer Freundin, die Vögel fotografiert den Link zu deiner Website schicken.
    Alles Liebe für ein gelingendes Jahr 2024.
    Herzensgrüße. Angelika

    Antworten
    • Liebe Angelika,
      huch, jetzt habe ich nur bei dir geantwortet, aber noch gar nicht hier. Danke für deine Nachricht. Ich freue mich sehr, dass ich dich ein bisschen angesteckt habe, Mission erfüllt. Aber habe ich dich eigentlich gewarnt, dass es keinen Weg zurückgibt, wenn du einmal angefangen hast auf Vögel zu achten? Deine Jahresmeise hat vielleicht schon den Samen gelegt, der dir matrixmäßig eine neue Realitätsebene freischalten wird. Ich freue mich, wenn du mir erzählst, falls sich was verändert.
      Auch dir alles Liebe für dein neues Freiraum-Jahr 2024.
      Bis hoffentlich bald!
      Silke

      Antworten
  6. Liebe Silke,
    das war ja ein wirklich ereignisreiches Jahr!
    Dein Buch mag ich wirklich sehr, den Vogelkurs fand ich richtig toll (auch wenn ich noch nicht alles geschafft habe), und auch den Vogeladventskalender fand ich super! Dankeschön für all deine Inspirationen!
    Dein neuer Wohnort sieht wirklich traumhaft aus!

    Ganz liebe Grüße
    Tina

    Antworten
    • Liebe Tina,
      vielen Dank für deine schöne Nachricht <3 Ich freue mich sehr, dass ich dich in den letzten Monaten inspirieren konnte und Teil deiner Welt sein durfte.
      Hab ein wunderbares neues Vogeljahr!
      Bis hoffentlich bald mal wieder
      Silke

      Antworten
    • Liebe Silke,
      was für ein ereignisreiches und positives Jahr du hattest, Chapeau.
      Buch, Presse, Umzug, OP, Business, da wird mir schon beim Lesen schwindelig. Besonders gut gefallen mir dein Schreibstil und der Beitrag über vogelgruppen, das Englische ist so viel kreativer und erzählt eine ganz eigene Geschichte zur jeweiligen Vogelart. Ich freue mich, mehr von dir hier auf dem Blog und in der Presse zu lesen. 😊

      Antworten
      • Liebe Nicole,
        wie schön, hier von dir zu lesen! Danke für deine Nachricht. Ja, das war wirklich ein ereignisreiches Jahr und mir wurde beim Rückblick selbst fast schwindelig. Mit all diesen Anker-Erinnerungspunkten hab ich auch nicht das Gefühl, dass das Jahr schnell vergangen ist.
        Mein Pressebereich steht dank deines Anstupsers in den Startlöchern und ich freue mich auf die Umsetzung meiner PM-Idee. I’ll keep you posted.

  7. Hallo Silke, ich mag Deinen Artikel „Wie nennt man eine Gruppe Vögel“ sehr gern. Wortspiele, Sprache! Das ist auch meins. Unterhaltsam. Herzlichen Glückwunsch zur Buchveröffentlichung! Herzliche Grüße, Sandra

    Antworten
    • Hallo, liebe Sandra, vielen Dank für deine Nachricht und die Glückwünsche. Wie schön, dass ich eine weitere Wortliebhaberin gefunden habe – und wie ich sehe ist das nicht deine einzige Kunst, wie schön. Herzliche Grüße zurück von der Küste – Silke

      Antworten
  8. Liebe Silke,

    was für ein toller, vogelreicher, turbulenter Jahresrückblick 2023. Viel Veränderung und dein eigenes Buch. Herzlichen Glückwunsch dazu! Ich habe festgestellt: wir beide haben sogar einen gemeinsamen Punkt in unseren Rückblicken..

    Ich wünsche dir und deinen Lieben eine schöne Weihnachtszeit am neuen Lebensmittelpunkt.

    HERZliche Grüße,

    Anja

    Antworten
    • Liebe Anja,
      vielen Dank für deine Zeilen und die guten Wünsche. Da bin ich ja mal sehr gespannt, was wir gemeinsam haben – sehr guter Cliffhanger, ich gehe gleich mal schauen …
      Auch dir und deinen Liebe eine wunderbare Weihnachtszeit.
      Herzliche Grüße zurück von der Küste
      Silke

      Antworten

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  1. 23-12-21 Flashiest of the flashes (First Lobster) – iberty.de - […] Einst zog der Kaptain spontan (zurück) an die Nordsee. Anderen geht es ähnlich. Da fährt die Vogelguckerin mal kurz…

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